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Wir sind dabei – Frühlingsmarkt Mainaschaff! 

Am 22.03.2026 ab 11 Uhr findet ihr uns mit einem Stand auf dem Frühlingsmarkt in Mainaschaff.

Bei uns erwartet euch:
       Selbstgemachte Hunde- und Katzenleckerlis
๐ŸŽ  Eine Tombola, bei der jedes Los gewinnt
๐Ÿ’ฌ  Beratung und Infos rund um den Tierschutz
๐Ÿงต  Viele weitere liebevoll handgemachte Sachen gegen eine Spende

๐Ÿ’›  100 % des Erlöses gehen direkt an die Tiere – für Tierarztkosten, Futter und notwendige Kastrationen.

Kommt vorbei, stöbert, unterstützt den Tierschutz und verbringt einen schönen Tag mit uns.
Es lohnt sich – wir freuen uns auf euch! ๐Ÿพ

Wir sind beim "Tag der Vereine" dabei

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Sommerfest im Tierrefugium Hanau 

Wir dürfen dabei sein!

Kommt vorbei, lernt das Tierrefugium kennen, genießt die tolle Atmosphäre, lernt uns und andere tolle Menschen kennen!

Am 22.8.26 von 12-18 Uhr im Tierrefugium Hanau.

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Futterspendenboxen

Ab jetzt findet ihr in Großostheim im DM und in Kleinostheim im DM jeweils eine Futterspendenbox von uns. Wir und die Vierbeiner freuen uns über jede Spende. 

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Unsere Tierschutzreise - Mission Bulgarien

Mission Bulgarien - unsere Tierschutzreise beginnt Freitag 07.08.2026

Unsere Tierschutzreise „Mission Bulgarien“ beginnt! Um 17 Uhr sind wir in Mainaschaff gestartet und haben uns auf den langen Weg Richtung Bulgarien gemacht. Unsere Route führte uns durch Österreich, Ungarn und Rumänien, bevor wir schließlich Bulgarien erreichten.

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Unterwegs konnten wir viele wunderschöne Landschaften und beeindruckende Natur erleben. Ein besonderer Moment erwartete uns jedoch in Rumänien: An einer Tankstelle begegneten wir unserem ersten Straßenhund. Der neugierige Vierbeiner kam vorsichtig auf uns zu und freute sich sichtlich über unsere Aufmerksamkeit. Natürlich haben wir ihm Futter und frisches Wasser gegeben. Dieser kleine Moment hat uns einmal mehr gezeigt, warum wir diese Reise antreten.

 

Mit vielen Eindrücken, schönen Begegnungen und großer Vorfreude ging es anschließend weiter in Richtung Bulgarien – unserem eigentlichen Ziel. Unsere „Mission Bulgarien“ hat begonnen, und wir sind gespannt, was die kommenden Tage für uns bereithalten.

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Willkommen Plovdiv - Samstag 08.08.26

Am 8. August sind wir ziemlich müde, aber überglücklich in Plovdiv angekommen. Unser erster Stopp führte uns direkt zu unserer Tierschützerin Irena. Dort haben wir unsere mitgebrachten Futterspenden abgegeben, die sie für die Tiere dringend benötigt. Anschließend zeigte uns Irena die Katzen, um die sie sich momentan kümmert, und wir bekamen einen ersten Eindruck von ihrer wertvollen Arbeit vor Ort.

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Nach der langen Fahrt waren wir jedoch ziemlich erschöpft, sodass wir uns anschließend auf den Weg zu unserer Unterkunft machten. Dort angekommen, legten wir erst einmal unsere Sachen ab, gingen noch einkaufen und kochten gemeinsam etwas Leckeres.

 

Danach fielen wir müde ins Bett. Schließlich wollten wir ausgeschlafen und voller Energie sein, denn die nächsten Tage unserer „Mission Bulgarien“ sollten noch viele Begegnungen, Erlebnisse und natürlich jede Menge Tiere für uns bereithalten.

2. Tag in Plovdiv - 09.08.2026

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Ausgeschlafen und ausgeruht starteten wir in den Tag und drehten am Morgen zunächst eine kleine Runde durch unser Viertel. Viel weiter als bis vor unsere Haustür kamen wir allerdings nicht – denn dort wurden wir bereits von einigen Katzen erwartet.

Natürlich konnten wir nicht einfach an ihnen vorbeigehen. Wir fütterten sie und stellten ihnen frisches Wasser hin. Schon diese ersten Begegnungen machten uns bewusst, wie allgegenwärtig das Thema Straßentiere in Plovdiv ist.

In Plovdiv und auch in vielen anderen Ländern gibt es eine besondere Kennzeichnung für kastrierte Straßenkatzen und -hunde. Je nach Land oder Organisation erkennt man sie beispielsweise an einem kleinen Schnitt im Ohr, einer fehlenden Ohrspitze oder an einer entsprechenden Marke. Auch die Katzen vor unserer Haustür waren allesamt kastriert.

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Plovdiv ist die zweitgrößte Stadt Bulgariens. Schätzungen zufolge leben hier rund 100.000 Straßenkatzen. Eine unvorstellbar große Zahl, die gleichzeitig deutlich macht, wie wichtig nachhaltiger Tierschutz ist.

Der wichtigste Ansatz, um die Population langfristig einzudämmen, ist die Kastration. Nur wenn verhindert wird, dass sich die Tiere unkontrolliert vermehren, kann sich die Situation auf Dauer verbessern. Futter und medizinische Versorgung sind natürlich ebenfalls wichtig – sie helfen den Tieren unmittelbar. Doch ohne Kastrationen bleibt das Problem der stetig wachsenden Population bestehen.

Auch Straßenhunde gibt es in Plovdiv. Zumindest im Stadtzentrum sind uns allerdings deutlich weniger begegnet. Außerhalb des Zentrums und in anderen Gegenden Bulgariens stellt sich die Situation teilweise ganz anders dar.

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Am Abend trafen wir uns mit Irina, Tanya und Svetla. Die drei sind nicht nur miteinander befreundet, sondern engagieren sich ebenso wie wir im Tierschutz und kümmern sich mit viel Herzblut um die Tiere vor Ort.

Bei einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant, umgeben von neugierigen Katzen, kamen wir schnell ins Gespräch. Sie erzählten uns von ihrem Alltag und davon, wie schwierig es jeden einzelnen Tag ist, die Katzenpopulation einzudämmen.

Es ist ein täglicher Kampf – gegen die unkontrollierte Vermehrung, gegen Krankheiten, gegen Verletzungen und manchmal auch gegen die Gleichgültigkeit der Menschen. Gleichzeitig spürten wir bei allen drei, wie viel Leidenschaft und Durchhaltevermögen hinter ihrem Engagement steckt.

Dieser Abend hat uns einmal mehr gezeigt: Tierschutz lebt von Menschen, die hinschauen, anpacken und nicht aufgeben. Und manchmal beginnt genau das direkt vor der eigenen Haustür – mit einer Katze, die auf Futter und ein bisschen Aufmerksamkeit wartet.

3. Tag in Plovdiv - 10.08.2026

Kultur trifft Tierschutz

Heute durften wir Plovdiv noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen. Tanya nahm uns mit auf eine kleine Stadtführung durch ihre Heimatstadt.

Plovdiv ist eine unglaublich alte Stadt mit einer bewegten Geschichte und einer wunderschönen Altstadt. Zwischen historischen Gebäuden, kleinen Gassen und beeindruckenden Bauwerken bekamen wir ein bisschen Kultur und Geschichte vermittelt.

Doch für Tanya gehört zum Alltag in Plovdiv noch etwas ganz anderes dazu: ihre Katzen.

Deshalb führte uns unsere Stadtführung nicht nur zu den Sehenswürdigkeiten, sondern auch zu den zahlreichen Futterstellen, an denen Tanya regelmäßig ihre Katzen versorgt. So wurde aus einer klassischen Stadtführung schnell eine ganz besondere Reise durch Plovdiv – immer mit dem Blick für die Tiere, die hier leben.

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Es gibt nur wenige Orte in Plovdiv, an denen man nicht mindestens einer Katze begegnet. Sie sitzen auf Mauern, verstecken sich zwischen Häusern, liegen auf Gehwegen oder warten an ihren bekannten Futterstellen auf die Menschen, die sich um sie kümmern.

Manche dieser Katzen sind kastriert und werden regelmäßig von engagierten Menschen gefüttert. Andere hingegen befinden sich in einem erschreckend schlechten körperlichen Zustand. Krank, verletzt, abgemagert oder einfach viel zu jung, um alleine auf der Straße zu überleben.

Wir haben mittlerweile alle angewöhnt, das Haus niemals ohne Futter und Wasser zu verlassen. Denn eigentlich begegnet man an jeder Ecke einer Katze, die darauf wartet, etwas zu bekommen.

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Besonders die kleinen Kitten, ältere Tiere und kranke Katzen haben auf der Straße oft nur geringe Überlebenschancen. Sie müssen sich gegen Hunger, Krankheiten, Verletzungen, andere Tiere und die Gefahren des Straßenverkehrs behaupten.

Das Leben auf der Straße ist hart.

Und genau deshalb sind die Menschen, die sich täglich um diese Tiere kümmern, so wichtig. Menschen wie Tanya, die ihre Futterstellen kennen, die Tiere wiedererkennen und wissen, welches Tier Hilfe braucht.

Während wir heute die wunderschöne historische Seite von Plovdiv kennenlernen durften, wurde uns gleichzeitig immer wieder bewusst, dass hinter der beeindruckenden Kulisse eine ganz andere Realität existiert.

Eine Realität, in der tausende Katzen auf der Straße leben und darauf angewiesen sind, dass Menschen nicht wegsehen.

Für uns gehört beides zu Plovdiv: die wunderschöne alte Stadt – und die vielen Katzen, die zu ihrem täglichen Stadtbild dazugehören.

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4. Tag in Plovdiv - 11.08.2026

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Heute ging es für uns raus aus Plovdiv. In der Nähe der Stadt befindet sich ein großes und bei Pilgern sehr beliebtes Kloster, das wir uns anschauen wollten. Ein bisschen Kultur, Natur und Abstand vom Alltag – so war zumindest der Plan.

Doch kaum angekommen, wurden wir bereits von unserem ersten tierischen Begleiter begrüßt.

Ein Hund kam auf uns zu und begrüßte uns freundlich. Wir hatten erfahren, dass er am Kloster lebt und von den Menschen, die dort arbeiten, versorgt wird. Schnell stellte sich heraus, dass er die Gesellschaft von Menschen sehr mochte. Kaum waren wir unterwegs, schloss er sich uns an und wich nicht mehr von unserer Seite.

Nachdem wir das Kloster besichtigt hatten, machten wir uns noch auf den Weg zu einem Wasserfall. Natürlich war unser vierbeiniger Begleiter mit dabei. Da wir seinen richtigen Namen nicht kannten, tauften wir ihn kurzerhand Gustav.

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Auf dem Weg zum Wasserfall begegnete uns kurze Zeit später noch ein weiterer Hund. Auch bei ihm stellte sich heraus, dass er ein Straßenhund war.

Und auch er beschloss offenbar, dass wir eine interessante Gruppe waren. Ab diesem Moment begleitete er uns ebenfalls.

Da auch er namenlos war, bekam er von uns den Namen Jumpy – und der passte perfekt. Jumpy sprang voller Energie wie ein kleiner Flummi hin und her und schien einfach nur glücklich zu sein, bei uns sein zu dürfen.

So waren wir plötzlich nicht mehr nur als Reisegruppe unterwegs, sondern hatten zwei treue Begleiter an unserer Seite.

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Als wir wieder am Kloster ankamen, machten wir eine kleine Pause an einem Kiosk. Rund um den Kiosk liefen einige Katzen herum. Hinter einem Zaun, der das Grundstück von einem steilen Abhang trennte, entdeckten wir schließlich eine weitere Katze.

Und dann sahen wir es: ein kleines Kitten.

Schnell wurde klar, dass es sich bei den beiden um Mutter und Jungtier handelte. Doch beim Anblick des Kleinen war sofort klar, dass etwas nicht stimmte. Seine Augen waren stark verklebt und insgesamt machte es einen sehr schwachen und kranken Eindruck.

Für uns war klar: Dieses Kitten braucht Hilfe.

Zum Glück hatten wir Katzenfallen und Transportboxen dabei – eigentlich für genau solche Situationen. Also kletterten einige von uns hinter den Zaun und versuchten, Mutter und Kitten gemeinsam einzufangen.

Doch das stellte sich als schwieriger heraus als gedacht. Die Mutter war extrem scheu und ließ uns keine wirkliche Chance, an sie heranzukommen. Immer wieder mussten wir vorsichtig sein, um sie nicht noch weiter zu verschrecken.

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Normalerweise gilt im Tierschutz: Wenn ein Kitten noch von seiner Mutter versorgt wird, sollte man möglichst immer beide Tiere gemeinsam sichern. Mutter und Kind gehören zusammen und eine Trennung sollte unbedingt vermieden werden.

Doch in diesem Fall mussten wir die Situation genau abwägen.

Das Kleine war bereits alt genug, um selbstständig Katzenfutter zu fressen. Gleichzeitig sah es wirklich nicht gut aus. Die verklebten Augen und sein insgesamt schwacher Zustand machten uns große Sorgen.

Dann ergab sich plötzlich eine gute Gelegenheit – und wir konnten das Kitten tatsächlich sichern.

Es war keine leichte Entscheidung, die beiden zunächst zu trennen. Aber wir wollten das Kleine nicht zurücklassen und riskieren, dass sich sein Zustand weiter verschlechtert.

Also nahmen wir es mit.

Für die Mutter wollten wir am nächsten Tag wiederkommen. Mit einem neuen Plan, viel Geduld und der Hoffnung, auch sie sichern zu können.

Damit war unser eigentlich geplanter Ausflug endgültig zu einer kleinen Rettungsaktion geworden.

Und wieder einmal zeigte sich: Im Tierschutz kommt es oft anders als geplant. Man fährt los, um ein Kloster und einen Wasserfall zu sehen – und kommt am Ende mit einem kranken kleinen Kitten zurück.โ€‹

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Nachdem wir das kleine Kitten sichern konnten, fuhren wir sofort mit ihm in die Tierklinik. Wir wollten keine Zeit verlieren, denn sein Zustand machte uns große Sorgen.

Zum Glück mussten wir nicht lange warten und Batschko konnte schon bald untersucht werden. Es wurden die ersten Untersuchungen und Tests durchgeführt und vor allem sein stark verklebtes Auge musste dringend versorgt werden. Vorsichtig wurde das Auge gereinigt und dabei zeigte sich schnell, dass Batschko an einem Herpesvirus erkrankt war.

Er wurde sofort entsprechend behandelt und bekam die Medikamente, die er dringend benötigte.

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Batschko wird auf ungefähr zwei Monate geschätzt. Für ein so junges Kätzchen war er sehr schwach und hatte bereits einiges durchgemacht. Deshalb entschieden die Tierärzte, dass er einige Tage in der Klinik bleiben sollte.

Dort konnte er in Ruhe aufgepäppelt werden, bekam regelmäßig seine Medikamente und wurde engmaschig beobachtet. Für uns war es beruhigend zu wissen, dass er nun an einem sicheren Ort war und die medizinische Versorgung bekam, die er auf der Straße niemals bekommen hätte.

Natürlich waren wir trotzdem in Gedanken ständig bei ihm und hofften, dass er schnell wieder zu Kräften kommen würde.

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Während Batschko nun in der Klinik versorgt wurde, blieb eine Frage offen: Wo ist seine Mama?

Wir wollten sie unbedingt wiederfinden und ebenfalls sichern. Unser Plan war, sie einzufangen, medizinisch untersuchen und kastrieren zu lassen. So könnten wir verhindern, dass sie erneut Kitten bekommt und weitere kleine Leben auf der Straße beginnen müssen.

Nach diesem ereignisreichen Tag waren wir alle erschöpft, aber vor allem voller Hoffnung.

Hoffnung, dass Batschko sich schnell erholt.

Hoffnung, dass er eines Tages ein gesundes und sicheres Leben führen kann.

Und Hoffnung, dass wir am nächsten Tag auch seine Mama finden und für sie ebenfalls etwas verändern können.

Für heute konnten wir zumindest eines mitnehmen: Batschko war in Sicherheit.

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5. Tag in Plovdiv - 12.08.2026

Am Morgen trafen wir uns mit Svetla, die uns an diesem Tag begleitete. Gemeinsam fuhren wir zum einzigen Tierheim in Plovdiv. Es handelt sich um ein reines Hundeheim, in dem derzeit ungefähr 50 Hunde leben.

Wir bekamen eine Führung durch die Anlage und konnten uns selbst ein Bild von den Lebensbedingungen der Tiere machen. Die Hunde waren überwiegend einzeln in Zwingern untergebracht. Für bulgarische Verhältnisse machte das Tierheim auf uns einen vergleichsweise sauberen und gepflegten Eindruck. Die Hunde werden abwechselnd in einen Auslauf gelassen, damit sie sich bewegen, rennen und zumindest für eine gewisse Zeit ihren Zwinger verlassen können.

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Natürlich wollten wir nicht mit leeren Händen kommen und übergaben dem Tierheim unsere mitgebrachten Futterspenden. Die Mitarbeiter freuten sich sehr darüber, und wir waren froh, auf diese Weise zumindest einen kleinen Beitrag leisten zu können.

Nach unserem Besuch im Tierheim ging es weiter in einen Stadtbezirk, in dem viele Roma-Familien leben und der von Einheimischen teilweise als „Ghetto“ bezeichnet wird. Was wir dort vorfanden, hat uns sehr beschäftigt.

Die Lebensbedingungen vieler Menschen sind äußerst schwierig. Gleichzeitig begegneten uns auch Tiere, die unter sehr schlechten Bedingungen gehalten werden. Überall lag Müll, Hunde waren teilweise an kurzen Ketten angebunden und Pferde standen in dunklen, sehr beengten Verschlägen. Eine ausreichende Versorgung der Tiere konnten wir vielerorts nicht erkennen.

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Unsere Anwesenheit wurde sehr unterschiedlich aufgenommen. Einige Menschen waren freundlich, insbesondere die Kinder begegneten uns offen und neugierig. Andere Bewohner beschimpften und beleidigten uns. Uns wurde deutlich gemacht, dass man sich in einem solchen Gebiet als ortsfremder Besucher nicht leichtfertig alleine bewegen sollte.

Auch für den Tierschutz ist die Situation dort sehr schwierig. Wie uns berichtet wurde, gab es bereits Einsätze von Tierschutzorganisationen, teilweise mit Unterstützung der Polizei. Dabei sollten Tiere aus dem Viertel geholt, kastriert und medizinisch versorgt werden. Gleichzeitig kam es nach diesen Berichten auch dazu, dass Tiere wieder aus den Fahrzeugen der Organisationen herausgeholt wurden. Dadurch wird die Arbeit der Tierschützer zusätzlich erschwert.

Wir mussten diese Eindrücke erst einmal sacken lassen. Doch unser Tag war noch lange nicht vorbei.

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Anschließend fuhren wir wieder zu dem Kloster, an dem wir zuvor Batschko eingefangen hatten. Unser Ziel war dieses Mal vor allem, auch seine Mutter zu sichern und zur Kastration zu bringen.

Als wir ankamen, entdeckten wir mehrere Katzen. Schnell wurde klar, dass viele von ihnen noch nicht kastriert waren. Also stellten wir unsere Katzenfallen auf und warteten.

Nach einiger Zeit hatten wir tatsächlich drei Katzen eingefangen.

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Auch wenn wir uns ehrlich gesagt etwas mehr erhofft hatten, waren wir natürlich froh über jedes einzelne Tier, das wir sichern konnten. Leider ging Batschkos Mutter erneut nicht in die Falle. So blieb uns nichts anderes übrig, als den Versuch am nächsten Tag erneut zu starten.

Mit den drei gefangenen Katzen fuhren wir zurück. Alle drei wurden kastriert. Eine der älteren Katzen benötigte zusätzlich medizinische Behandlung und wurde entsprechend versorgt.

Da wir leider nicht jede Katze, die wir vor Ort finden, dauerhaft vermitteln und aufnehmen können, mussten die drei Katzen nach ihrer Erholung wieder an ihren vertrauten Lebensort zurückgebracht werden.

Dort wartet inzwischen eine Futterstelle auf sie. Die Tiere werden regelmäßig versorgt und können weiterhin an ihrem vertrauten Platz leben – diesmal jedoch kastriert und, soweit notwendig, medizinisch behandelt.

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Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nach wenig klingt: Drei kastrierte Katzen bedeuten drei Tiere, die keinen weiteren unkontrollierten Nachwuchs bekommen werden.

Für uns sind solche Tage oft ein Wechselbad der Gefühle. Wir sehen Tiere, denen es schlecht geht und denen wir am liebsten sofort ein neues Zuhause geben würden. Gleichzeitig wissen wir, dass wir nicht jedes Tier mitnehmen können.

Deshalb versuchen wir, dort zu helfen, wo es möglich ist: durch Kastrationen, medizinische Versorgung, Futterstellen und die Vermittlung von Tieren, für die wir eine sichere Zukunft finden können.

Und so werden wir auch am nächsten Tag wieder zum Kloster fahren – in der Hoffnung, endlich Batschkos Mutter sichern zu können.

©September 2026 Herzpfoten e.V.

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